Das Blog für trnd-Projektteilnehmer: Hier gibt's die aktuellen Projektnews und Diskussionen rund um das trnd-Projekt Viral Marketing Buch.

Artikel in der Kategorie 'Fragen und Antworten'

Kritische Masse.

Eine Frage von trnd-Partner Bronco:

Hi Sascha,

jetzt habe ich mir dein Buch trotz knapper Kasse doch zugelegt. ;-) Und ich muss sagen: ich bin nicht enttäuscht worden! Und nun bin ich beim Projekt (etwas verspätet) dabei.

Was mich direkt interessieren würde: hast du evtl. tiefergehende Infos zur “Kritischen Masse”? Ich fänd’s interessant etwas mehr darüber zu erfahren.

Außerdem: so wie ich das verstanden habe ist das die Zahl an Kontakten, die eine “Epidemie” auslöst. Wenn ich mir die Diagramme auf den Seiten 117, 124 und 145 z.B. ansehe, würde ich rein theoretisch erwarten, dass die Anzahl der Kontakte nach Erreichen der Kritischen Masse weiter (exponentiell) zunimmt und sich nicht wieder auf einen viel kleineren Wert einpendelt…

Danke schonmal für deine Antwort & viele Grüße
trnd-Partner Bronco

Viral Marketing vs. virale Kommunikation.

Eine Frage von trnd-Partner Niqq:

Hallo Sascha,

erstmal ein großes Kompliment zum Buch. Sehr klar strukturiert und gut geschrieben. Ich denke, du hast mit diesem Buch ein „Standardwerk“ für Viral Marketing in Deutschland geschrieben.

Dennoch habe ich ein paar kleine Kritikpunkte.

1. Der Begriff Viral Marketing ist meiner Meinung nicht ganz treffend. Es handelt sich um Virale Kommunikation. Marketing deckt die bekannten vier Ps ab, also Place, Price, Product und Promotion. Wenn man von Viral Marketing spricht, meint man aber nur einen Teil des Marketings, nämlich die Promotion bzw. Kommunikation. Für manche mag das Haarspalterei sein, aber ich denke, man sollte die richtigen Begriffe verwenden. Marketing ist nicht nur Kommunikation, sondern sehr viel umfangreicher und komplexer.

2. Auf Seite 82 definierst du drei Grundkategorien für Viral-Marketing-Kampagnen: Mehrwert orientierte, instrumentelle und Anreiz orientierte Kampagnen. Diese Unterteilung ist nicht ganz schlüssig. Bei der ersten und der dritten Kategorie beschreibst du die Anreize einer viralen Kampagne, die dazu führen, dass ein Konsument sich mit der Aktion auseinandersetzt. Im ersten Fall ist es die Originalität und der Spaß, im
anderen Fall sind es Prämien und Belohnungen. In deiner Erklärung der instrumentellen Kampagnen dagegen beschreibst du das Ziel der Kampagne, das das Unternehmen verfolgt. Ich habe die Aufteilung so verstanden, dass eine Kampagne einer der drei Kategorien zugeordnet wird. Das stimmt so nicht ganz. Eine Kampagne verfolgt erstens einen Anreiz, damit sie sich viral verbreitet (siehe merhrwert orientierte und Anreiz orientierte Kampagnen). Und sie verfolgt zweitens ein Ziel: dieses Ziel können Infos über die Konsumenten (siehe Instrumentelle Kampagne), aber auch Bekanntheitssteigerung oder Imageverbesserung sein.

Mein Vorschlag daher:

Es gibt unterschiedliche Arten von viralen Kampagnen. Sie gliedern sich auf zwei Ebenen.

Erste Ebene: Anreiz. Anreiz 1: Originalität und Witz. Anreiz 2: Prämien.

Zweite Ebene: Ziel. Ziel 1: Informationen über den Kunden. Ziel 2: Imagebildung. Ziel 3: Bekanntheitssteigerung.

Eine Kategorie besteht somit immer aus einem Anreiz und einem Ziel.

Soweit meine einzigen Kritikpunkte. Der Rest ist wirklich super!

Erfolgsmessung.

Wir werden Eure Fragen zum Buch ab sofort als eigene Postings im Blog (und nicht nur als Kommentare) veröffentlichen, dann fallen sie erstens besser auf und zweitens kann man dann noch besser diskutieren. Hier eine Frage von trnd-Partner julianhil, die ich auch hier schon im Kommentar beantwortet habe. Der Vollständigkeit halber hier nochmal:

Hallo Sascha,

zunächst einmal ein großes Kompliment für dein Buch. Knapp und klar wird die Theorie anschaulich vermittelt, wobei immer ein einleuchtender Praxisbezug hergestellt wird. Besonders gefallen hat mir, dass jedes Kapitel in sich abgeschlossen ist und man somit (wie im Vorwort versprochen)problemlos in beliebiger Reihenfolge lesen kann.

Neu war für mich vor allem der Umgang mit quantitativen Methoden zur Erfolgsmessung, die im fünften Kapitel vorgestellt werden. Da ich auf dem Gebiet Logfile-Analyse ein absoluter Anfänger bin, war dies Kapitel für mich am schwierigsten zu verstehen.

Meine Fragen also:

1. Könntest du bitte noch mal Server-Abrufe von Server-Anfragen abgrenzen? Hab’s leider noch nicht richtig kapiert?

2. Du hast ja bereits beschrieben, dass Zähl-Pixel, bei Modifizierung der ursprünglichen Nachricht, nicht weitergegeben werden. Gibt es nicht aber auch noch zahlreiche andere Probleme? In deinem Buch gibts du bzgl. Zähl-Pixel nur eine “Grenze der Kontrollmöglichkeit” an, nämlich, dass einer der Empfänger die ursprüngliche Nachricht modifiziert und das Zähl-Pixel gelöscht wird. Auf Wikipedia unter “Web Bug” werden aber weitere “Gegenmittel” genannt. Was ist z.B. wenn die E-Mail offline gelesen wird, oder ein Mailprogramm benutzt wird, das keine HTML-E-Mails unterstützt oder nicht anzeigt? Außerdem können im HTTP-Verkehr lokal zwischengeschaltete Proxies Web-Bugs erkennen und einen Abruf unterbinden. Nun würde ich gerne wissen,wie du die Problematik einschätzt. Wie wahrscheinlich es ist, dass ein Zähl-Pixel-Abruf erfolglos bleibt?

3. Ich habe z.B. gelesen, dass es Browsererweiterungen gibt die Zählpixel sichtbar machen (z.B. Bugnosis für Internet Explorer). Wenn ich also meinen Marketing-Virus mit solchen “unsichtbaren” Elementen versehe und diese dann enttarnt werden, dann kann das doch auch schnell dem Image schaden (Web-Bugs werden in vielen Artikeln doch regelrecht verteufelt.), oder?

4. Analog zu der Problematik “enttarnte Zählerpixel” würde ich gerne wissen, welche Risiken mit http-Requests verbunden sind.